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18.05.2017

Landrätin informierte im Rahmen der Kreistagssitzung am 15. Mai über die aktuelle Situation des Museums Schloss Fellenberg

Aufgrund der erfolgten Presseberichterstattung informierte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich den Kreistag in der Sitzung am Montag unter dem Punkt Mitteilung/Verschiedenes zur Situation des Museums Schloss Fellenberg. Das Schloss Fellenberg gehört mit der Römischen Villa Borg und der Burg Montclair zu den drei Einrichtungen, die in Trägerschaft der Kulturstiftung des Landkreises sind. Bereits Anfang Februar 2015 wurde von Vorstand und Beirat der Kulturstiftung beschlossen, eine externe Expertise zu diesen drei eigenen Einrichtungen einzuholen. Untersucht werden sollten Entwicklungspotentiale der Einrichtungen, die betriebswirtschaftliche Situation sowie die Betriebsführung mit ihren Stärken und Schwächen. Wunsch der Stifter war es dabei, dass als Ergebnis konkrete Handlungsempfehlungen zusammengetragen werden, die in den nächsten Jahren als belastbare Grundlage und Argumentationshilfe für die hohen Zuschüsse der Stifter in den jeweiligen Gremien und Aufsichtsbehörden genutzt werden können.

Die Untersuchung des Museums Schloss Fellenberg kam zu dem Ergebnis, dass es sich um eine stark zuschussbedürftige Kultureinrichtung mit unklarem Angebotsprofil für ein stark begrenztes, regionales Publikum handelt. Eine im Gutachten vorgeschlagene Option war daher sogar die komplette Schließung des Museums. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Gutachter wurden in Lenkungs- und Arbeitsgruppen (für das Museum Schloss Fellenberg besetzt mit Vertretern aus Kreistag, Vorstand, Beirat und Geschäftsführung der Kulturstiftung, der Sparkasse sowie Museumsleiterin Dr. Ingrid Jakobs) intensiv diskutiert und bearbeitet, und es wurden Strategien für die Umsetzung erarbeitet. „Die Lenkungsgruppe hat sich dabei explizit gegen eine komplette Schließung ausgesprochen. Vielmehr hat man sich in sieben Arbeitsgruppensitzungen bemüht, Optimierungsmöglichkeiten im derzeitigen Betrieb zu finden“, betonte Daniela Schlegel-Friedrich im Kreistag.

Bisherige Ergebnisse der Arbeitsgruppe sind: Das Kreisarchiv, das im Schloss Fellenberg untergebracht und von der Kulturstiftung finanziert wird, bleibt vollumfänglich erhalten. Das Thema „Kreisheimat“, das zurzeit durch eine in die Jahre gekommene Dauerausstellung im ersten Obergeschoss mit extrem wenigen Besuchern dargestellt wird, soll zukünftig mit einer interessanten, turnusmäßigen Wechselausstellung im Erdgeschoss bespielt werden. Somit bleibt auch die Kreisheimatgeschichte weiterhin als Aufgabenstellung erhalten. Die Überlegung zur Beendigung der Dauerausstellung im ersten OG wurde im Übrigen auch dadurch begünstigt, dass im Dachgeschoss kein ausreichender Brandschutz für eine Büronutzung besteht, so dass die Büros der beiden Mitarbeiterinnen in das erste OG verlagert werden müssen. Die weiteren Räume der ersten Etage stünden bei Auflösung der Dauerausstellung für eine mögliche Vermietung zur Verfügung. Das Erdgeschoss soll unverändert weiterhin für Ausstellungen, Veranstaltungen und Trauungen genutzt werden.

Das Angebot der Kreisstadt, das Museum in Kooperation mit dem Landkreis zu übernehmen, wurde Ende April zurückgezogen. Eine weitere Option könnte die Prüfung der Unterbringung einer kreiseigenen Tochter, wie z.B. der Saarschleifenland Tourismus GmbH, sein.

In das Schloss Fellenberg fließen jährlich Stiftermittel in Höhe von insgesamt 173.000 Euro (Aufteilung: zwei Drittel Sparkasse; ein Drittel Landkreis). Klar ist für Daniela Schlegel-Friedrich nach der vorliegenden Untersuchung: „Wir müssen hier Optimierungen vornehmen, wie es bei anderen Einrichtungen schon längst der Fall ist. Nur so können wir das denkmalgeschützte Schloss Fellenberg erhalten und weiterhin im Rahmen unserer Zuständigkeiten bespielen.“ Nach intensiver Prüfung der Haushalte hat die Arbeitsgruppe Vorschläge ausgearbeitet. Eine Möglichkeit sind dabei, wie oben angesprochen, zusätzliche Mieteinnahmen, die beispielsweise in die angedachten Wechselausstellungen „Kreisheimat“ fließen könnten. Zusätzlich soll der Betrieb optimiert werden. So sollen beispielsweise die Öffnungszeiten, in den Zeitfenstern ohne Ausstellungen, deutlich reduziert und damit Bewirtschaftungs- und Personalkosten im Museumsdienst in der Größenordnung von 7000 Euro eingespart werden. Im vergangenen Jahr hatten die Ausstellungen im Schloss 946 zahlende Besucher, so dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu keinen großen Beeinträchtigungen führen kann, zumal wenn Ausstellungen stattfinden die Öffnungszeiten erweitert werden können. Daneben wurden die Entgelte z.B. für Trauungen so angepasst, dass sie kostendeckend sind und nicht mehr von der Kulturstiftung subventioniert werden müssen. So können immerhin ungefähr 4000 Euro an Zuschüssen eingespart werden.

Insgesamt konnte der Zuschuss für das Museum in 2017 um 14.000 Euro reduziert werden, ohne dass das Programmbudget angetastet werden musste. Diese Position im Haushalt 2017 wurde sogar erhöht. Darüber hinaus können nach wie vor alle Einnahmen (Sponsorengelder/ Veranstaltungseinnahmen), die das Museum selbst erzielt und die über die Stifterzuschüsse hinausgehen, nach Aussage der Landrätin von der Museumsleitung frei für das Programm verausgabt werden.

Die Landrätin erklärte abschließend: „Ich halte angesichts der enormen Bemühungen der Stifter zum Erhalt des Museums, die erhobenen Vorwürfe für absolut unangebracht und überzogen. Auch mit Blick auf die im KSVG (kommunales Selbstverwaltungsgesetz) und KFAG (kommunales Finanzausgleichsgesetz) für den Landkreis definierten Zuständigkeiten und Ausgabebegrenzungen sowie die enormen Diskussionen um die Höhe der Kreisumlage sollten die Akteure etwas umsichtiger sein, zumal andere ebenfalls denkmalgeschützte Infrastrukturen wie beispielsweise die Museumseisenbahn trotz hohem Bedarf weit weniger Zuschüsse der Kulturstiftung erhalten können.“


Auf einen Blick:
Träger des Museums Schloss Fellenberg ist die Kulturstiftung für den Landkreis Merzig-Wadern. Sie erhält zur Durchführung ihrer in der Satzung festgelegten Aufgaben Geld von ihren zwei Stiftern – der Sparkasse Merzig-Wadern und dem Landkreis Merzig-Wadern. In Trägerschaft der Stiftung sind neben dem Museum die Burg Montclair in Mettlach und die Römische Villa in Borg. Für die Trägerschaft dieser drei Einrichtungen und für die weiteren Aufgaben gilt: Die Stiftung hat den Zweck, Kulturgüter im Landkreis Merzig-Wadern zu bewahren, zu pflegen und sie in geeigneter Weise der Allgemeinheit zugänglich und nutzbar zu machen. Im Museum Schloss Fellenberg liegt der Auftrag der Kulturstiftung daher im Schwerpunkt auf der Erhaltung des Kreisarchivs und der Kreisheimatgeschichte. Das Gebäude selbst gehört dem Landkreis und wird von ihm unterhalten.