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17.03.2017

Viele neue Erfahrungen und Informationen bei der 8. Informationsbörse für Menschen mit und ohne Handicap gesammelt

Wie trinkt man seinen Kaffee oder isst seinen Kuchen, wenn man nichts sehen kann? Wie schwer ist es, sich mit dem Rollstuhl über unwegsames Gelände zu bewegen? Kann man auch tanzen, wenn man nicht mehr laufen kann? Diese und viele weitere Fragen stellten vor allem die über 120 Schüler aus dem Landkreis, die am Mittwoch die 8. Informationsbörse für Menschen mit und ohne Handicap in der Stadthalle Merzig besuchten. Diese Veranstaltung wurde vom Forum für Menschen mit Handicap organisiert und bildete den Abschluss der Aktivitäten zum 20-jährigen Jubiläum.

Bei der Messe in der Stadthalle ging es mehr, als um einen Ausflug aus dem Schulunterricht oder die reine Wissensvermittlung für Betroffene. Rund 40 Aussteller und verschiedene Aktionen vermittelten neben Informationen vor allem reale Erfahrungen. „Ich war überrascht, wie schwierig es ist, mit einem Rollstuhl zum Beispiel über eine kleine Kante zu fahren. Es war gut, dass wir einen erfahrenen Begleiter dabei hatten, denn ohne Übung geht da echt wenig. Es war aber gut, das mal selbst auszuprobieren, so kann man sich besser vorstellen, wie das ist, wenn man immer einen Rollstuhl braucht“, berichtete eine Schülerin nach der Fahrt über den Walter-Thiel-Rollstuhlparcours. Auch Essen und Trinken ohne zu sehen, stellte sich für die jungen Leute und Erwachsenen schwieriger dar, als gedacht. Im „Café im Dunkeln“ durfte das jeder Besucher probieren. Für viele stand danach fest: „Man weiß gar nicht zu schätzen, wie einfach das alles ist, wenn man sehen kann. Natürlich lernen blinde Menschen, wie sie das anderweitig lösen können. Aber man merkt sehr schnell, wo die Schwierigkeiten liegen.“

Inklusiver Tanzkurs_Informationsbörse

Dass man im Rollstuhl durchaus auch tanzen kann, sogar mit einem Partner, der nicht im Rollstuhl sitzt, zeigte Monika Megharbi von der Tanzschule La Danse den jungen Besuchern. Ihr inklusiver Tanzkurs war ein richtiger Magnet, die Schüler waren begeistert von der Art und Weise, wie Bewegung auch mit Gehbehinderung möglich ist.

Besonders spannend war die Vorführung des ReWalk-Exoskeletts. Dieses System, das an den Körper angeschnallt wird, ermöglicht es Menschen mit einem Querschnitt wieder zu laufen. Ein Vertreter der Herstellerfirma war mit einem jungen Mann vor Ort, der das System seit einiger Zeit nutzt. Sowohl die Besucher der Messe, als auch die Gäste der Feier am Abend waren beeindruckt, wie gut die Bewegung mit dem System funktioniert. Die Nutzung hilft nach Aussage des Betroffenen bei vielen gesundheitlichen Problemen, die mit einer Querschnittlähmung und der sich daraus ergebenen dauerhaften Nutzung eines Rollstuhls ergeben. Zudem schafft es etwas Bewegungsfreiheit.

Infoboerse - 20 Jahre Forum fuer Menschen mit Handicap- Stadthalle Merzig: Eine Querschnittsgelaehmter - Thomas Binder - geht - dank eines ReWalk-Exoskeletts. Mit dabei war auch Paralympics-Medaillengewinner Stefan Strobel. Foto: Rolf Ruppenthal/ 15. Maerz 2017

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Während der Feier am Abend erklärte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich: „Dieser Tag ist ein großer Erfolg. Viele Menschen waren heute tagsüber hier auf der Messe, es hat hier nur so gewuselt von Schülern und Besuchern, die an den vielen Ständen die Möglichkeit hatten, sich mit den Themen Inklusion und Behinderung auseinanderzusetzen“. Schirmherrin Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, ergänzte, dass nach ihrer festen Überzeugung „Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft so angenommen werden müssen und wie wir alle behandelt werden wollen, in erster Linie mit Respekt“. Stefan Strobel, Gewinner der Paralympics Silbermedaille im Marathon in Athen, Lehrer für Informatik und Mathematik am Rotenbühl-Gymnasium, sprach am Abend über die Wichtigkeit des Sports. „Sport ist eine ganz wichtige Sache, er hilft, den Alltag zu bewältigen. Durch Sport gewinne ich Energie“.

Im Gespräch mit Georg Gitzinger, der die Jubiläumsfeier moderierte, betonte er: „Es ist noch viel zu tun und man muss den richtigen Weg finden. Aber Inklusion ist nicht Gleichmacherei“.